Schaulaufen für Landesliga-Meister SVZ
Der frischgebackene Landesligameister bestritt am Samstag das letzte Spiel der Meistersaison gegen die HSG Dreiland, gewann deutlich mit 36:22 (20:8) und konnte sich somit gebührend in eigener Halle von seinen Fans verabschieden. Bereits nach dem verlorenen Auswärtsspiel in Müllheim in der Vorwoche war für den Landesligameister klar, dass man die erfolgreiche Saison mit einem Sieg beenden möchte. Aber auf den SVZ, der zum letzten Mal von René Junker und Co-Trainer Fabian Brückner trainiert wurde, wartete mit der HSG Dreiland ein äußerst unangenehmer Gegner. Die HSG reiste mit sieben Siegen aus den letzten sieben Spielen im Gepäck an.
Doch bereits vor Spielbeginn war die Stimmung in der ausverkauften Zunsarena meisterlich. Die Cheerleader der Offenburger Miners heizten die heimischen Fans mächtig ein. Nach den emotionalen Verabschiedungen vor Spielbeginn war alles angerichtet, die Saison erfolgreich zu beenden. Von Beginn an zeigte die Junker-Sieben, dass für die HSG Dreiland nichts zu holen war. Die Abwehr sowie ein bestens aufgelegter Martin Schwaderer im SVZ-Gehäuse ließen zu Spielbeginn kaum Treffer zu. Im Angriff überrollte man die HSG Dreiland, führte zur 11. Spielminute bereits mit 9:3. Die lautstarken SVZ-Anhänger peitschten ihre Mannschaft nach vorne, sodass Zunsweeir die Führung auf 13:4 (17.) ausbauen konnte. Über 16:4 (22.) ging es schließlich mit 20:8 in die Halbzeitpause. Auch in Durchgang zwei ließ der SVZ nicht nach. SVZ-Trainer René Junker konnte munter durchwechseln. So gewann der SVZ das letzte Heimspiel vor den eigenen Fans mit 36:22 und läutete in der Folge den Partymarathon ein.

Die Spieler des SVZ feierten nach dem Spiel ausgelassen die Landesliga-Meisterschaft.
Mit dem krönenden Abschluss der Saison, der Meisterschaft in der Landesliga Staffel 6 sowie dem direkten Aufstieg in die Verbandsliga erreichte die Zunsweirer Mannschaft Historisches. Vor zwei Jahren beim Amtsantritt von René Junker steckte sich die Mannschaft das Ziel, über lange Sicht den Aufstieg zu schaffen. „Dass es bereits in der zweiten Saison mit der Meisterschaft funktionierte, ist herausragend“ bilanzierte Junker.
Bereits zu Beginn der Saison reihte sich der SVZ im oberen Tabellendrittel ein, doch mit der Meisterschaft befasste sich keiner. Zu oft zeigte man gegen vermeintlich schwächere Gegner unkonzentrierte Leistungen und ließ den ein oder anderen Punkt liegen. „Diese Punkte hätten am Ende noch richtig wehtun können“ fasste Co-Trainer Fabian Brückner zusammen. „Doch ein solcher Meisterschaftstitel wird über die ganze Saison vergeben und nicht anhand einzelner Spiele“ so Brückner, welcher wie Junker am Ende der Saison die Mannschaft abgeben wird. Fast über die gesamte Rückrunde spielte der SVZ einen konstanten Handball, gewann sechs Spiele in Folge und konnte letzten Endes den 1. Tabellenplatz festigen.
Auch die deutliche Verbesserung der Abwehr stand bei Junkers Amtsantritt auf dem Plan. In der ersten Saison griffen die einstudierten Maßnahmen noch zu selten, doch in dieser Saison stellt der SVZ mit 578 Gegentreffern die beste Defensive der Liga. „Maßgeblichen Anteil haben hierbei auch das vermeintlich stärkste Torhütergespann der Liga mit Martin Schwaderer und Johannes Wolf, welche den SVZ mit ihren Paraden oftmals im Spiel hielten, sowie Abwehrchef Alexander Weber, der eine bärenstarke Saison im Deckungszentrum spielte“, lobte Junker seine Schützlinge.
Auch Handball-Abteilungsleiterin Monika Berger ist nach dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte begeistert vom Trainerteam und der Mannschaft. Nach der Verletzung von Haupttorschütze Valentin Karcher (Kreuzbandriss) wenige Wochen vor Saisonstart war die Stimmung im SVZ-Lager gedrückt. „Die Mannschaft schaffte es, den Ausfall hervorragend zu kompensieren und rückte Spiel für Spiel noch enger zusammen“ bilanzierte Berger. Gerade auch der breitaufgestellte Kader aus Talenten der eigenen Jugend sowie erfahrenen Spielern war ein wichtiger Baustein für den Erfolg.

Abteilungsleiterin Monika Berger (l.) und der sportliche Leiter Michael Nock (r.) verabschiedeten vor dem Spiel Co-Trainer Fabian Brückner, Sebastian Schmelz, Schiedsrichter Andreas Hilberer, Kevin Obergfell, Martin Schwaderer und Trainer René Junker (von links).
Am Ende dieser Saison muss sich der SVZ schweren Herzens auch von drei gestandenen Akteuren, welche über viele Jahre den Handball in der Zunsarena geprägt haben, verabschieden. Mit Martin Schwaderer, Sebastian Schnmelz und Kevin Obergfell beenden drei erfahrene Spieler ihre Karrieren als aktive Handballer und werden fortan ihre Mannschaft von der Tribüne unterstützen. Erfreulicherweise konnte der sportliche Leiter Michael Nock mit Aaron Wöhrle (SG Hornberg/Lauterbach/Triberg), Marco Hofacker (SG Muggensturm/ Kuppenheim) und Samuel Speck (eigene Jugend) bereits drei Neuzugänge für die kommende Verbandsliga-Saison vermelden. Wie bereits angekündigt, ist auch die Nachfolge auf der Trainerposition geregelt. Stefan Bayer, langjähriger Trainer beim TuS Altenheim, wird die Mannschaft zur neuen Saison übernehmen und auf die erste Verbandsliga-Saison der Vereinsgeschichte vorbereiten.
Besonders bedanken möchte sich die Mannschaft und das Trainerteam bei ihren treuen Fans und Anhängern, auf welche Saison für Saison stets Verlass ist. So wurden meist auch die Auswärtsspiele in punkto Stimmung und Zuschauerzahl kurzerhand in ein Heimspiel für die Junker-Schützlinge verwandelt.
Mit dem Zitat „Genießt den Moment, genießt den Erfolg und danach geht’s weiter, harte Arbeit“! entließ der Meistertrainer seine Schützlinge in einen langen Partymarathon.

